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Sohlerosion der Elbe bedroht die Auen in Sachsen-Anhalt

Die Landesregierung Sachsen-Anhalt legte in Beantwortung einer kleinen Anfrage der Abgeordneten Cornelia Lüddemann (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) im September 2017 ihre Haltung zum Gesamtkonzept Elbe dar. Der Fragenkatalog umfasst 29 Fragen, die sich vor allem mit der Sohlerosion der Elbe und ihren Folgen befassen. Aus den Antworten der Landesregierung geht hervor, dass sie sich der akuten Gefährdung der Auen in Sachsen-Anhalt durch die Sohlerosion durchaus bewusst ist. Mit Absinken des Wasserspiegels im Fluss sinkt auch der Grundwasserspiegel der umgebenden Auen. Dies kann zu einer Entkopplung von Fluss und Aue führen und die Auenökosysteme stark beeinträchtigen. Um dem vorzubeugen, entwickelte die Landesregierung Sachsen-Anhalt zusammen mit dem Land Sachsen das "Sohlstabilisierungskonzept Elbe" und ist an der Umsetzung und Planung des "Pilotprojekts Klöden" beteiligt, welches durch vier strukturelle Maßnahmen die Sohlerosion der Elbe bei Klöden verringern soll.
Die Landtags-Drucksache 7/1848 vom 14.09.2017, Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage zur schriftlichen Beantwortung, Thema: Gesamtkonzept Elbe, mit 5 Lagekarten mit den Grundwassermessstellen im Nahbereich der Elbe (Sachsen-Anhalt) als Anhang, ist hier als PDF abrufbar.
Die Bürgerinitiative Pro Elbe kritisiert die in der Antwort aufgeführten Maßnahmen als unzureichend, da die von der Landesregierung genannten Projekte bisher nicht umgesetzt wurden. Außerdem könnten die Maßnahmen auch lediglich zu einer Minderung der Sohlerosion führen, sie jedoch nicht stoppen. Ausführliche Stellungnahme von Pro Elbe zu obengenannter Anfrage

Themenbericht Pflanzenschutzmittel Wirkstoffe und Metaboliten im Grundwasser in Niedersachsen – Datenauswertung 1989 bis 2013

In der Auswertung werden bereits seit Ende der 1980er Jahre bekannte Probleme mit Pflanzenschutzmitteln im Grundwasser mit aktuellsten Wirkstoff-Nachweisen bis Ende 2013 zusammenfassend dargestellt. Erweitert wird die Auswertung um das Thema der nicht relevanten Metaboliten mit einem Untersuchungsprogramm seit 2011. Mit diesen Daten von 1.180 Grundwassermessstellen und vielfach jährlichen Analysen auf Wirkstoffe und Metaboliten werden kartografische und grafische Schwerpunktauswertungen aufgebaut.
In 529 (45 %) der ausgewerteten Grundwassermessstellen sind Wirkstoffe, relevante Metaboliten oder nicht relevante Metaboliten nachgewiesen worden. Die Wirkstoffnachweise beschränken sich dabei auf 135 (11 %) Messstellen. In zehn dieser Messstellen mit Wirkstoffnachweisen wird dabei die Qualitätsnorm von 0,5 µg/l in der höchsten Jahressumme überschritten. Bei den nicht relevanten Metaboliten sind die Nachweisdichte und die Konzentrationen deutlich höher. An insgesamt 113 Messstellen (10 %) wird für einen oder teilweise mehrere nicht relevante Metaboliten der Gesundheitliche Orientierungswert von 1,0 µg/l oder 3,0 µg/l überschritten. Regionale Nachweisschwerpunkte in den entsprechenden Anbauregionen für Rüben, Mais und Raps sind erkennbar.
Die Nachweise von zugelassenen Wirkstoffen und nicht relevanten Metaboliten zeigen einen Handlungsbedarf auf. So gilt es beispielsweise die Erkenntnisse aus dem Monitoring und der Fundaufklärung zeitnah im Zulassungsverfahren zu implementieren und in der Beratung vor Ort zu verankern. Bei zukünftigen Zulassungen sollten häufig im Grundwasser nachgewiesene Wirkstoffe substituiert und die nicht relevanten Metaboliten mit dem deutlich niedrigeren Gesundheitlichen Orientierungswert statt dem Vorsorgemaßnahmenwert im Sickerwasser bewertet werden.
Herausgeber: Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), Direktion, Am Sportplatz 23, 26506 Norden. Autoren: Dipl. Ing. Anouchka Jankowski, NLWKN Betriebsstelle Hannover-Hildesheim, Dipl. Ing. Andreas Roskam, NLWKN Betriebsstelle Aurich. Den vollständigen Themenbericht finden Sie hier.

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