Informationen zur EG-Wasserrahmenrichtlinie EN | CZ | PL

Informieren - Vernetzen - Mitwirken


Überdüngung


Wanderfische

Direktlinks:

+ WRRL-Info (Rundbriefe)
+ Seminare
+ WRRL-Steckbriefe
+ Ausstellungen
+ Beteiligung 2.0
+ Flussfilmfest


Unsere aktuellen Events:

22. März 2019
Öffentliche Veranstaltung der Bundeskontaktstelle Wasser der GRÜNEN LIGA:
WRRL-Review zu Gewässerschutz - am internationalen Tag des Wassers


Das FlussFilmFest 2019 der GRÜNEN LIGA kommt nach Deutschland!
Informationen zu Terminen und Programm finden Sie hier.


Aktuelle News:

Mehr News und Termine gibt's hier

Gesucht: Kleinkunst für Alpine Flüsse

Anlässlich des Tages der Artenvielfalt am 22. Mai 2019 startete der WWF Deutschland den Kleinkunstwettbewerb "Am Fluss dahoam". Nirgendwo sonst ist die Artenfülle größer als im, am und auf dem Wasser. Denn: Flüsse sind ständig im Wandel begriffen. Extrem trockene Standorte liegen neben Feuchtgebieten, ruhige Bereiche wechseln sich mit dynamischen ab. Ihre Fluten und Ufer bieten Heimat für unzählige Tiere und Pflanzen. Der Mensch ist mit dem Fluss über eine lange und wechselvolle Beziehung verbunden. Sie sind Verkehrsweg, Energiequelle, Abwasserentsorger, Trinkwasserspender, Fischereirevier und beliebter Freizeitraum. Und so bedeutet es für jeden etwas ganz anderes, am "Fluss dahoam" zu sein.
"Mit dem Wettbewerb wollen wir dazu anregen, sich mit Flüssen auseinanderzusetzen und einen persönlichen Zugang zu diesen besonderen Ökosystemen zu finden, die seit jeher unsere Landschaft und unsere Kultur prägen", so Sigrun Lange vom WWF Deutschland. "Leider sind die meisten Flüsse mittlerweile reguliert, in enge Bahnen gezwungen oder zu künstlichen Seen aufgestaut." Sketche, Gedichte, Tänze, Lieder oder Sprechgesänge - alle künstlerischen Beiträge sind willkommen und können ab 22. Mai bis Ende November 2019 über die Webseite www.alpenflusslandschaften.de eingereicht werden. Die Jury, bestehend aus dem bayerischen Volksmusiker Hans Well, sowie den Poetry-Slam-Meistern Philipp Scharrenberg und Elena Hammerschmid, wählt bis Anfang 2020 die besten Beiträge aus. Diese werden bei einer öffentlichen Veranstaltung am 22. März 2020 (Weltwassertag) im Schlachthof in München vor Publikum aufgeführt und prämiert.
Schirmherrin des Wettbewerbs ist Prinzessin Auguste von Bayern. Die Verhaltensforscherin engagiert sich für ein modernes naturkundliches Museum in München, ist aber auch Botschafterin des Bayerischen Umweltministeriums für die Bewahrung des europäischen Naturerbes im Freistaat. Ihre Kindheit war geprägt von Naturerlebnissen an Gebirgsflüssen und gurgelnden Bächen. "Es bereichert die Entwicklung von Kindern, wenn sie die Natur direkt erleben können, etwa beim Bau von Dämmen, Plantschen und Tollen. Wichtig ist, ihnen Zeit zum Beobachten und Begreifen der Natur zu geben", so Auguste von Bayern.

Forschungsagenda zur biologischen Vielfalt der Binnen- und Küstengewässer

Der dramatische Rückgang der Biodiversität in Binnengewässern betrifft nicht nur alle Ebenen der biologischen Vielfalt (Arten, Populationen, Lebensgemeinschaften, Lebensräume und Ökosysteme), sondern er beeinträchtigt auch Ökosystemfunktionen und -leistungen für die Menschen. Vor diesem Hintergrund haben führende, in der aquatischen Biodiversitätsforschung engagierte Wissenschaftler*innen in Deutschland in einem intensiven Austauschprozess die Forschungsagenda "Lebendiges Wasser" erarbeitet. Zu den Kernelementen gehören: Monitoring, Ökologie, Gesellschaft und Handlungsmöglichkeiten.
Zu den anstehenden Aufgaben zählen demnach u.a., die Entwicklung und der Aufbau frei zugänglicher (Open Access) digitaler Infrastrukturen wie z.B. Datenbanken, um Daten zur Biodiversität in Binnengewässern nach FAIR-Prinzipien nutzbar zu machen, die Zusammenführung und Bereitstellung von WRRL- und FFH-Richtlinien-Daten für die Forschung, die Etablierung eines Monitorings für innerartliche Vielfalt und die Untersuchung der Ausbreitung und Auswirkungen von Neobiota. Die integrative Betrachtung einer Vielzahl von Einflussfaktoren wie Urbanisierung, landwirtschaftliche Nutzung oder Klimawandel und die daraus resultierenden Stressoren, z.B. Nährstoffeinträge (Eutrophierung), Feinsedimenteinträge (Kolmatierung der Gewässersohle), chemische Gewässerverschmutzung (Pestizide, Biozide, Arzneimittel, hormonaktive Stoffe, Schwermetalle, Mikroplastik, Nanopartikel), hydrologische und morphologische Veränderungen sowie Licht- und Lärmverschmutzung hat das Ziel, Wirkungsketten mechanistisch zu verstehen und daraus Vorhersagen abzuleiten. Wahrnehmung, Zielkonflikte, Akzeptanz von und gesellschaftlicher Umgang mit Biodiversität und andere nicht-ökonomische Konzepte sind zentrale zukünftige Aktivitätsfelder im Biodiversitätsmanagement, die bisher wenig berücksichtigt wurden. Die landwirtschaftliche Praxis ist in zahlreichen Studien als wichtiger Treiber für den Verlust von Gewässerbiodiversität identifiziert worden. Dies erfordert u.a. Erkenntnisse zur Wirkung unterschiedlicher Agrarumweltmaßnahmen.
Der Forschungsbericht ist hier verfügbar:
https://www.igb-berlin.de/sites/default/files/media-files/download-files/Forschungsagenda-Biodiversitaet-in-Gewaessern-2019-WEB.pdf

Diese Seite als Druckversion anzeigen

Bei Fragen und Anregungen wenden Sie sich bitte an webmaster@wrrl-info.de.